10 Fakten zum Thema Minimalismus

Wir befinden uns jetzt seit ca. eineinhalb Jahren auf dem Weg Richtung Minimalismus und es hat sich gezeigt, dass es einfach ein paar Dinge gibt, die wir gerne vorher gewusst hätten. Ob es unsere Entscheidung beeinflusst hätte, ggf. sogar diesen Weg nicht zu gehen, kann ich so jetzt nicht sagen. Aber wir hätten wohl mehr darüber nachgedacht, was unser Handeln für Konsequenzen nach sich zieht. Wir haben das an dieser Stelle mal für euch zusammengefasst.

1. Ausmisten und den Haushalt neu ordnen ist immer individuell

Gerade wenn man ein Mensch ist, der gerne Listen abarbeitet um später eine "TaDa"-Liste (eine abgehakte ToDo-Liste) hat, dann ist dieser Punkt vielleicht etwas schwierig, denn wirklich jedes Zuhause und jeder Mensch ist so unterschiedlich. Auch Ratgeber können nicht unbedingt helfen, von Anfang an perfekt zu starten, nehmt sie lieber nur als Inspiration und zieht euch das Passende für euch heraus. 

2. Du wirst eventuell unfair behandelt

Vielleicht ist einer Deiner Ziele, dass Du plastikfreier leben möchtest und nun nach und nach Dinge ersetzt. Du verschenkst beispielsweise Dein Nudelsieb aus Plastik und kaufst anschließend ein Neues aus Metall. Nicht immer wirst Du dafür Verständnis ernten. Auch wenn Du auf eine minimale Garderobenauswahl reduzieren willst, gibt es immer Menschen die Dir sagen werden, dass Dein eigener Stil verloren geht, oder Du nicht immer passend gekleidet sein wirst. Du entscheidest Dich gegen Spielzeug Deiner Kinder, obwohl es super teuer war und die ganze Verwandschaft zusammengelegt hatte? - Lasse gehen was Dein Kind nicht glücklich macht und stehe zu Deiner Entscheidung. 

3. Spenden macht spaß

Wenn Du ein Teil in der Hand hast und Du es wirklich gerne magst, aber nicht sagen kannst "das macht mich glücklich" (that doesn't sparks joy - KonMari Methode - Magic Cleaning), fällt es leichter sich von Dingen zu trennen, wenn man weiß, dass sie nicht im Müll landen werden, sondern vielleicht sogar noch einen tollen Zweck erfüllen können. Für weitere Ideen zum Thema "Nachhaltig ausmisten", empfehlen wir Dir diesen Blog, denn es ist eine tolle Zusammenfassung wohin Du Deine Sachen geben kannst. 

4. Es ist nicht immer einfach

Manchmal wirst Du gebremst werden, von Freunden, Deiner Familie oder auch Deinen Finanzen. Wenn Du alles direkt beim ersten Mal richtig machen willst, dann wirst Du erst recht an Deine Grenzen stoßen. Verständnis kannst Du nicht von jedem in Deinem Umfeld erwarten, sodass sich auch Deine Umgebung an Deine Veränderungen gewöhnen muss. Gib ihnen Zeit!

5. Einen perfekten Haushalt gibt es nicht

Du kannst Dich entscheiden, ob Du in Deiner "perfekten Wohnung" leben möchtest, oder doch lieber im Wimmelbild. Gerade perfekte Wohnungen und Haushalte wirken oft kühl, und haben diese Musterhaus-Atmosphäre. Nirgends läuft es immer rund. Du möchtest mehr dazu lesen? - Schau mal hier

6. Ein geordneter Haushalt ist nicht der Problemlöser für alles

Ich habe auch immer gedacht, dass wenn ich erst alles sortiert und ausgemistet habe, mich von vielen Dingen getrennt habe, wird alles leichter. Es reist sich zwar tatsächlich besser, mit leichtem Gepäck, allerdings muss man Dinge auch danach noch pro aktiv angehen. Nur weil die Unterlagen neu sortiert sind, und Du nun prinzipiell weiß wo es ist, muss die Steuererklärung trotzdem noch gemacht werden. 

7. Leere Regale und Schränke sind völlig in ordnung

Wenn Du Dein Hab und Gut in 1-2 Ausmistrunden wirklich auf den Prüfstand gestellt hast und Dich von vielen Dingen getrennt hast, kann es gut sein, dass Deine Schränke leer sind oder es etwas kahl aussieht. Lass es erstmal auf Dich wirken. Leere Regale können mit 1-2 Teilen die Dir am Herzen liegen wundervoll aussehen. Außerdem fällt dann das putzen weniger umfangreich aus. 

8. Minimalismus ist nicht für jeden etwas

Es gibt Menschen die sind nur glücklich, wenn sie ihre Schuhsammlung ordentlich im Regal stehend wissen und die ohne 40 verschiedene Gewürze gar nicht erst mit dem Kochen anfangen würden. Das ist ok, wirklich. Minimalismus ist individuell und niemand sollte Dir vorschreiben, was Du wirklich zum glücklicher leben brauchst. Niemand. 

9. Deine Wohnung wird chaotisch aussehen

Das war eines der größten Probleme am Anfang. Sobald einen das Aufräumfieber gepackt hat, kann man nicht aufhören. So sammeln sich natürlich schnell Dinge an die man verkaufen, verschenken oder entsorgen will. Wohin damit? Am besten nimmst Du nur einen Chaos-Ort, wo alles gesammelt wird und einen festen Termin an dem alles "bearbeitet", also verkauft, verschenkt oder entsorgt wird. Mit diesen Tipps kannst Du das Chaos eindimmen. 

10. gehe Deinen Weg!

Anfangen und einfach machen ist besser als nur Pläne zu schmieden. Bücher lesen, können Dir Ideen geben, aber nur Du kannst Dein Zuhause in einen Ort der Ruhe, der Geborgenheit und der Sicherheit verwandeln. Also fang' an!

Nun sind wir natürlich neugierig, bitte erzählt uns welche Dinge ihr erst im Ausmistprozess kennengelernt habt und wo eure Schwierigkeiten lagen. 

 

Hab einen schönen Donnerstag! 


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